Gesunder Rotwein

Geht das?

 Was heißt das?

 Es ist richtig: bei Weingenuss denkt man nicht in erster Linie an Gesundheit.

Wein ist ein Kulturprodukt, für viele das Kulturprodukt, weil es schon zu Zeiten Homers den Unterschied gegenüber ‚Barbaren’ ausmachte. Jene kannten natürliche Nahrung bekanntlich nur im rohen Zustand. Die Weinherstellung ist kompliziert und risikobeladen, sie verbindet Naturkenntnis mit überliefertem Wissen und intuitivem Können: das Ziel ist höchste Qualität.

Ähnlich wie Olivenöl steht Wein für eine kultivierte Lebensweise.

Guten Wein erkennt man daran, dass er traditionell hergestellt wird und eine ‚persönliche Note’ entfaltet. Kein Wein ist wie der andere, wenn er mehr ist als ein Industrieprodukt.

Dies macht den Reiz des Weines aus und jedes gute Glas zu einem einmaligen Genuss.

‚In vino veritas’ war und ist der Leitspruch vieler Künstler und Wissenschaftler, die sich von ihm inspirieren lassen - auf der Suche nach Sinn und Wahrheit im Leben.

 Aber Gesundheit ?

Nun, seit einigen Jahren weiß man, dass Leute, die regelmäßig Wein, und besser noch: Rotwein trinken, bei entsprechender Lebensweise und der dazu passenden, mediterran inspirierten Ernährung weniger krankheitsanfällig sind und länger gut leben.

Warum?

Guter Rotwein ist ein unverfälschtes Naturprodukt. Alle Inhaltsstoffe der Beere, wie Vitamine und Mineralien, bleiben in ihm erhalten, weil er nicht sterilisiert wird, sondern sich mit Hilfe des Alkohols konservieren lässt, wenn er korrekt verschlossen und gelagert wird.

In letzter Zeit weiß man noch mehr: Bei mäßigem Genuss tut der Alkohol im Wein gute Dienste: Er regt den Appetit an, weitet die Blutgefäße und entspannt das vegetative Nervensystem.

 

                   ein gesunder Rotwein: Gärung auf der ganzen Beere, handverlesene Weinernte und feiner Ausbau im kleinen Eichenfass - der Fontbories bietet viel Qualität für wenig Geld

 

  

  Französisches Paradox

So ist z. B. in Frankreich, wo überdurchschnittlich viel Rotwein getrunken wird, die Zahl der koronaren Herzkrankheiten viel geringer als in andern Ländern, die vergleichbare Ernährungsgewohnheiten haben. Daher spricht man auch vom "französischen Paradox".

 

 Das Geheimnis der Schalen

In Versuchen an Zellkulturen konnten Tony Turner, Molekularbiologe an der Universität von Leeds, und seine Kollegen nachweisen, dass die in den Schalen der roten Trauben enthaltenen so genannten Polyphenole einer Verengung der Blutgefäße entgegenwirken.
Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature" (Bd. 414, S. 863). (aus: http://science.orf.at/science/news/36909). Bei der sauberen Kohlenstoffgärung in der ganzen Beere (macération carbonique) wird ein Maximum der Inhaltsstoffe aus der Beerenschale gewonnen.

 Resveratrol

Kurz: Wein verhilft zu guter Laune, macht aufgeschlossen und sinnenfroh. Darüber hinaus enthält naturreiner Rotwein besondere Polyphenole, von denen besonders das Resveratrol reine Wunder für die Gesundheit tut. Es senkt das Krebsrisiko und beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor. „Die wichtigste Charaktereigenschaft des Weines ist seine antioxidative Wirkung: der Rebensaft kann krankmachende Zellreaktionen mit Sauerstoff neutralisieren. Dies trägt dazu bei, bestimmten Krankheiten vorzubeugen und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Mediziner beobachten bei maßvollem und regelmäßigem Weingenuss weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle, weil Wein die Durchblutung des Herzmuskels verbessert, den Cholesterinspiegel im Blut senkt und die Thromboseneigung verringert. Ältere Weingenießer bringen in der Regel auch bessere kognitive Leistungen und bekommen seltener Alzheimer-Erkrankungen als Nicht-Weintrinker“. (aus: www.kochmix.de/kochmagazin-wein-ist-rundum-gesund)

Aber...

Darüber soll nicht vergessen werden, dass Alkohol ein Zellgift ist, das bei übermäßigem Genuss auf Dauer den Körper schädigt und auch süchtig machen kann. Die positive Wirkung kann ab einer bestimmten Menge also in eine negative umschlagen. Bei Männern liegt diese Grenzmenge im Schnitt bei 0,3 l/tag, bei Frauen bei 0,25 l/tag. Außerdem braucht der Körper zum Abbau des Alkohols Vitamine und besonders viel Wasser. Er verzögert auch das Verbrennen anderer Kohlehydrate, wie Zucker, und kann dadurch indirekt dick machen bzw. Unwohlsein hervorrufen.

 Was ist wichtig?

Weinkenner wissen: Auf das persönliche Verhalten kommt es an. In der Regel trinkt man den Wein vor und während dem Essen, und immer abwechselnd mit einem Glas Wasser. Denn Wein ist kein Getränk, um den Durst zu stillen. Versteht man den Wein als ‚Lebensmittel’, was er ja tatsächlich ist, macht er aus dem einfachsten Mahl – aus gutem Brot, etwas Käse oder Butter, etwas Gemüse, Salat oder Oliven – ein Festessen.

 Der richtige Wein

Schließlich weiß der Weinkenner, wie wichtig die Auswahl des richtigen Weines ist. Schlechter Wein trübt die Stimmung, ist frustrierend und am Ende unverträglich. Spätestens am nächsten Morgen weiß man, wie gut bzw. wie schlecht der Wein war, den man am Abend vorher zu sich genommen hat.

 

 

kleiner, aber wichtiger Hinweis auf dem Rückenetikett des 'Cuvée des Vignerons''

 

Terra Vitis

Das Siegel 'Terra Vitis' wird von manchen als BIOwein vermarktet, was nicht ganz stimmt. Aber unsere Genossenschaftswinzer arbeiten mit dem absoluten Minimum, und z.B. ganz ohne Herbizide. Die Auflagen von Terra Vitis erfüllen in Frankreich jetzt rund 500 Produzenten, im letzten Jahr haben sie einen internen Wettbewerb abgehalten, dessen Ergebnisse sehen Sie unter www.terravitis.com  über 'actualités' in der Anlage 'Laureats'.

Vignerons de Camplong haben auf Anhieb eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Nicht schlecht bei 500 Teilnehmern!

 

Gesunder Rotwein der Vignerons de Camplong, Corbières, Südfrankreich

Der Wein der Vignerons de Camplong ist nach einhelligem Urteil sehr gut verträglich, auch wenn man einmal ein Glas zu viel getrunken hat.

Dafür gibt es eine Abfolge ganz konkreter Gründe.

 

Genaueres dazu auf der Folgeseite: ‘Wein aus Camplong’

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